Video: Schritt-für-Schritt-Tutorial

Inhaltsverzeichnis
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Mach deinen eigenen Strom

Hallo, wir freuen uns, dass du dich für ein Balkonkraftwerk von Yuma entschieden hast. Alles, was du für die Produktion deines eigenen Stroms benötigst, haben wir dir geliefert – den Rest übernimmt die Sonne.

Damit du gleich mit der Produktion deines Solarstroms beginnen kannst, bekommst du mit diesem Dokument einen Leitfaden für die fachgerechte Montage, Installation und Anmeldung deiner Anlage.

Mit deiner Yuma-Solaranlage trägst du bald einen kleinen Teil zur Energiewende bei. Wir wünschen dir viel Freude bei der Solarstromproduktion.

02

Vor dem Anschluss deiner Anlage

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Bitte lies diese Anleitung vor Beginn der Montage deiner Yuma-Solaranlage sorgfältig durch. Für Schäden, die durch unsachgemäße Handhabung entstehen, können wir keinerlei Haftung oder Gewährleistung übernehmen. Bewahre die Montageanleitung für späteres Nachschlagen bitte auf.

Der sichere und einwandfreie Betrieb des Gerätes setzt einen sachgemäßen Transport und eine sachgerechte Lagerung, Aufstellung, Montage und Bedienung voraus. Überprüfe vor der Installation alle Komponenten auf eventuelle Transport- oder Handhabungsschäden. Sollten äußerliche Schäden vorhanden sein, schließe die Anlage bitte nicht an und melde dich bei uns.

Dieses Gerät ist nicht dafür bestimmt, von Personen (einschließlich Kinder) mit eingeschränkten physischen, sensorischen oder geistigen Fähigkeiten oder mangels Erfahrung und/oder mangels Wissen benutzt zu werden, es sei denn, sie werden durch eine für ihre Sicherheit zuständige Person beaufsichtigt oder erhielten von ihr Anweisungen, wie das Gerät zu bedienen ist. Kinder dürfen nicht mit dem Gerät spielen.

Die Komponenten wurden unter Berücksichtigung hoher Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen produziert. Von der Gewährleistung und Haftung der Yuma GmbH ausgeschlossen sind jedoch Personen- und Sachschäden, die zum Beispiel auf eine oder mehrere der folgenden Ursachen zurückzuführen sind:

  • Nichtbeachtung dieser Aufbau- und Montageanleitung,
  • unsachgemäße Montage, Inbetriebnahme, Wartung und Bedienung,
  • unsachgemäß durchgeführte Reparaturen und Transporte,
  • eigenmächtig durchgeführte bauliche Veränderungen am Systembausatz,
  • alle Schäden, die durch Weiterbenutzung des Systembausatzes trotz eines offensichtlichen Mangels entstanden sind,
  • keine Verwendung von Originalersatzteilen und Originalzubehör,
  • nicht bestimmungsgemäße Verwendung des Systembausatzes,
  • Anbringung der Anlage im öffentlichen Raum,
  • höhere Gewalt.

Reparaturen und Wartung dürfen nur durch qualifiziertes Fachpersonal durchgeführt werden. Führe diese nicht eigenständig durch und öffne die Elektrogeräte nicht. Unbefugtes Entfernen der erforderlichen Schutzvorrichtungen, unsachgemäßer Gebrauch sowie inkorrekte Installation und Bedienung können zu ernsthaften Sicherheitsproblemen, Gesundheitsgefahren oder Geräteschäden führen.

Stelle sicher, dass die vorhandene Elektroinstallation für den sicheren Betrieb deiner Solaranlage geeignet ist. Es liegt in der Verantwortung des Installateurs, externe Schalter und Überstromschutzgeräte, falls erforderlich, zu installieren.

Beachte auch die Angaben zur Ermittlung der Leistungsreserve (s. Technische Hinweise).

Bitte achte darauf, dass es nicht zu Personenschäden durch von der Anlage herabfallende Teile kommen kann (z. B. bei der zufälligen Beschädigung der Anlage). Bei der Montage der Anlage auf einem Dach ist dessen Statik bauseits zu prüfen.

Installiere den Wechselrichter nicht in der Nähe von entzündlichen, explosiven, korrosiven, ätzenden oder feuchten Quellen. Achte darauf, dass Wechselrichter und Stecker nicht dauerhaft direkter Sonneneinstrahlung oder Kontakt zu Feuchtigkeit durch Schnee oder Regen ausgesetzt sind.

Das Berühren des Wechselrichters unter Last ist zu vermeiden, da die Oberfläche heiß werden kann und es zu Verbrennungen kommen kann.

Die Kabel dürfen nicht unter hoher Zugspannung stehen oder dauerhaft Flüssigkeiten ausgesetzt sein. Vorhandene Verschlusskappen müssen auf nicht verwendete Steckverbindungen montiert werden, um diese vor Umwelteinflüssen zu schützen.

Freiliegende Kabel können eine Stolpergefahr darstellen. Fixiere alle Kabel, um die Stolpergefahr zu minimieren.

Bitte verwende für den Anschluss auf keinen Fall Mehr­ fachstecker. Der Wechselrichter muss direkt in die dafür vorgesehene Steckdose eingesteckt werden. Eine etwaige Installation einer Wieland-Steckdose muss durch eine zertifizierte Elektrofachkraft durchgeführt werden.

Die Trennung der Kabel darf erst erfolgen, wenn auf dem System keine Spannung mehr anliegt. Ziehe immer zuerst den Netzstecker.

Ziehe bei Auffälligkeiten oder Unregelmäßigkeiten den Netzstecker aus der Steckdose und verwende das Gerät nicht weiter. Nimm keine selbstständigen Reparaturen vor. Führe jedoch mindestens jährlich eine Sichtprüfung durch und kontrolliere die Solaranlage auf Mängel.

Nach dem Ende der Modullebensdauer können die Solarmodule kostenfrei beim nächsten Wertstoffhof abgeben werden, sodass diese dem Recyclingkreislauf zugeführt werden können.

Seit Inkrafttreten des Solarpaket 1 ist auch die Installation mit einem rückwärtsdrehenden Zähler geduldet, bis der Netzbetreiber ihn durch eine moderne Zählereinrichtung austauscht.

Allgemeiner Hinweis
Der Anschluss der Module erfolgt direkt am Wechselrichter, sie werden nicht untereinander verbunden.

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Die von einem oder mehreren Wechselrichtern an dein Stromnetz abgegebene Gesamtleistung darf aus Sicherheitsgründen maximal 800 Watt betragen. Außerdem darf die gesamte Modulleistung maximal 2.000 Watt betragen. Nur dann kann deine Anlage ordnungsgemäß als Balkonkraftwerk in Betrieb genommen werden.

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Bei der Montage sollten zur eigenen Sicherheit Arbeitshandschuhe und festes Schuhwerk getragen werden.

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So behältst du den Überblick

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Diese Checkliste bietet dir einen schnellen Überblick, bevor du mit dem Anschluss deiner Mini-Solaranlage beginnst. Die aufgeführten Schritte vor, während und nach der Installation dienen der Orientierung – nicht jeder Schritt muss zwecks Montage und Installation bei jeder Anlage durchgeführt werden.

Vor der Installation:

  • Überprüfung der vorhandenen Elektroinstallation
  • Optional bei Anschluss einer Wieland-Steckdose: Elektrofachkraft beauftragen

Während der Installation:

  • Modul(e) und Wechselrichter montieren
  • Modul(e) mit dem Wechselrichter verbinden
  • Anschluss des Wechselrichters an das Hausnetz

Nach der Installation:

  • Anmeldung der Anlage im Marktstammdatenregister
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Gut zu wissen

Der Ertrag deines Balkonkraftwerks hängt von vielen Faktoren ab. Damit du vor Ort das bestmögliche Ergebnis erreichen kannst, wollen wir dir einige Grundlagen näherbringen.

Watt Peak

Die Leistungsfähigkeit von Modulen wird meist in Watt-Peak (Wp) angegeben. Diese Größe dient dazu, die Leistung von verschiedenen Solarmodulen vergleichen zu können. Unter Normbedingungen (STC) getestete Werte spiegeln jedoch selten die tatsächlichen Verhältnisse in Deutschland wider, weshalb die reale Leistung meist niedriger ist. Um dir eine praxisrelevante Angabe zu geben, erhältst du bei jedem Set eine Ertragsprognose für den Standort Köln mit Südausrichtung.

Diese Prognose berücksichtigt die jeweilige Neigung der Halterung und basiert auf Durchschnittswerten der letzten 30 Jahre. Abweichungen an deinem Standort sind möglich, dennoch bist du mit unseren Modulen ganz vorne, wenn es um Leistung und Effizienz geht.

Ausrichtung

In Bezug auf die Himmelsrichtung erzielst du die höchsten Erträge in der Regel mittags mit einer Ausrichtung nach Süden. Wenn du mittags aber nur selten zuhause bist und dementsprechend eher morgens oder abends Strom verbrauchst, würden wir dir - ohne Verwendung eines Stromspeichers - eher zu der Ausrichtung nach Osten bzw. Westen raten. Wenn du mehrere Module hast, bietet sich in Abhängigkeit von deinem Verbrauch eine Aufteilung der Module nach Himmelsrichtung an. Neben der Himmelsrichtung gilt es auch den Anstellwinkel der Module zu beachten. Eine Anstellung von 30° verspricht hier die höchsten Erträge. Die folgende Tabelle gibt dir einen genaueren Einblick in die zuvor genannten Zusammenhänge und hilft dir, die Module optimal auszurichten. Bitte beachte: Ein Wert von 100 % bedeutet lediglich, dass es keine Ertragseinbußen aufgrund der Ausrichtung gibt. Die Werte der Tabelle haben keinen direkten Bezug zur angegebenen Leistungsfähigkeit der Module in Watt-Peak.

Maximale Ertragswerte in Bezug auf die Ausrichtung der Module:

Ertragswerte in Bezug auf die Ausrichtung der Solarmodule

Jahreszeit

Der von deinem Balkonkraftwerk erzeugte Ertrag (gelbe Balken) unterliegt einem typischen Muster. In den Wintermonaten steht die Sonne tief und lässt sich nicht so lange blicken. Dementsprechend gering ist der Ertrag. Im Frühling und im Herbst sind die Bedingungen schon besser. Es gibt deutlich mehr Sonnenstunden am Tag und die Temperaturen sind noch nicht so hoch. Die milden Temperaturen haben den Vorteil, dass die Module nicht so warm werden und daher sehr effizient arbeiten können. Aus diesem Grund ist im Frühling und im Herbst oft die höchste Modulleistung (türkise Kurve) zu messen. Im Sommer geht die Modulleistung aufgrund der hohen Temperaturen zurück, dafür sorgen aber die vielen Sonnenstunden und der gute Einfallswinkel der Sonnenstrahlen dafür, dass der höchste Ertrag erreicht wird.

Ertrag und Modulleistung eines Balkonkraftwerks im Jahresverlauf:

Ertrag und Modulleistung eines Balkonkraftwerks
im Jahresverlauf

Verschattung

Sorge dafür, dass die gesamte Fläche des Solarmoduls so viel Sonne wie möglich erhält. Schon geringe Teilverschattungen (z. B. durch Bäume) wirken sich negativ auf die Modulleistung aus.

Verschmutzung

Leichte Verschmutzungen sind weniger relevant als die Verschattung von Solarpanels. Im Regen reinigen sich die Module bei entsprechender Neigung fast von selbst. Wenn über die Zeit stärkere Verschmutzungen auftreten, kann sich eine Reinigung jedoch lohnen. Verwende hierfür ein Reinigungstuch und möglichst kalkarmes Wasser. Größere Verunreinigungen, wie etwa Laubfall, solltest du regelmäßig entfernen.

Verbrauchsverhalten

Denke auch darüber nach, dein Verbrauchsverhalten zu optimieren. Lasse beispielsweise den Geschirrspüler dann laufen, wenn die Module viel Leistung erbringen. Zeitschaltuhren oder vernetzte Geräte ermöglichen eine bequeme Steuerung aus der Ferne. Je mehr eigener Solarstrom genutzt wird, desto höher ist deine Ersparnis.

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Im Paket enthalten

Der Lieferumfang deines Pakets hängt von dem Set ab, welches du bei uns bestellt hast:

Bitte überprüfe anhand der nachfolgenden Seiten, ob du alle nötigen Teile für dein Set vorliegen hast. Der Lieferumfang wird nach einem festen Schema angegeben.

Beispiel: Lieferumfang Yuma Flat mit 3 Modulen
Die lila Farbe steht für das Set mit 3 Modulen. Das bedeutet, dass in diesem Set zwei Wechselrichterhalterungen enthalten sind.

Da sich die Sets in Bezug auf den Lieferumfang unterscheiden, achte bitte immer auf die Legende, die sich unter den Angaben zum Lieferumfang für das jeweilige Set befindet.

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Je nach Farbe/Position bezieht sich die Angabe auf das Set mit:

1 Modul | 2 Modulen | 3 Modulen | 4 Modulen
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Sollten dir Teile fehlen, kontaktiere bitte unseren Kundenservice.

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Die im Lieferumfang gezeigten Darstellungen der Teile sind beispielhaft und können von der optischen Erscheinung der mitgelieferten Teile abweichen. Wichtig ist, dass die Anzahl stimmt.

Grundbestandteile

Solarmodul
Solarmodul
1x 2x 3x 4x
Wechselrichter + Entriegelungswerkzeug
Wechselrichter +
Entriegelungswerkzeug
1x 1x 1x 1x
Wechselrichter-Halterung
Wechselrichter-
halterung
1x 2x 2x 2x
Verlaengerungskabel
Verlängerungskabel
(MC4 - 2 x 1 Meter)
0x 0x 1x 1x
verlaengerungskabel
Verlängerungskabel
(MC4 - 2 x 2 Meter)
0x 1x 1x 2x
Y-stecker
Y-Stecker (Paar)
0x 0x 1x 2x
Kabelbinder
Kabelbinder
4x 8x 12x 12x
Edge-Clips Kabelbinder
Edge-Clips
Kabelbinder
2x 4x 6x 6x
Hausanschlusskabel
Hausanschlusskabel
(optional)
1x 1x 1x 1x

Modulhalterung

Blech - vorne
Blech - vorne
2x 4x 6x 8x
Blech - mittig
Blech - mittig
2x 4x 6x 8x
Blech - hinten
Blech - hinten
2x 4x 6x 8x
Schraube – Modul (M8 - 20mm)
Schraube – Modul
(M8 – 20 mm)
4x 8x 12x 16x
Mutter - Modul (m8)
Mutter – Modul
(M8)
4x 8x 12x 16x
Schraube – Blech (M6 - 12mm)
Schraube – Blech
(M6 – 12 mm)
16x 32x 48x 64x
Mutter - Blech
(M6)
16x 32x 48x 64x
Gummiplatte - vorne
Gummiplatte - vorne
4x 8x 12x 16x
Gummiplatte - hinten
Gummiplatte - hinten
2x 4x 6x 8x
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Schritt für Schritt zum Solarstrom

Nachdem du die Sicherheitshinweise gelesen und den Lieferumfang geprüft hast, kann nun die Montage starten. Um einen geeigneten Montageort zu finden und den Ertrag zu optimieren, kannst du dich an den in Kapitel 4 angeführten Grundlagen orientieren. Die Montage beginnt für alle Sets mit der Montage des Wechselrichters am Solarmodul. Anschließend folgt je nach gewähltem Set die Montage der Modulhalterung.

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Aus Sicherheitsgründen sollte die Montage von mindestens zwei Personen durchgeführt werden. Zudem sind die Sicherheitshinweise aus Kapitel 2 zu beachten.

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Die hier gezeigten Darstellungen der Teile sind beispielhaft und können von der optischen Erscheinung der zu verwendenden Teile abweichen.

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Vor der Montage solltest du dir unbedingt die Seriennummer des Wechselrichters notieren, da dieser je nach Halterung anschließend nur schlecht zugänglich ist.

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Je nach Halterung kann es sinnvoll sein, die Verkabelung von Modul(en) und Wechselrichter bereits während der Montage durchzuführen. Beachte dafür den jeweiligen Anschlussplan.

6.1 Befestigung des Wechselrichters

In den meisten Fällen wird der Wechselrichter am Modul befestigt. Beim Yuma Roof Set kannst du den Wechselrichter auch an der Schiene der Unterkonstruktion befestigen (siehe Kapitel 6.2). Möchtest du den Wechselrichter weder am Modul noch an der Unterkonstruktion befestigen, gilt: Der Wechselrichter sollte möglichst witterungsgeschützt, nicht im direkten Sonnenlicht und mit etwas Abstand zu anderen Objekten (z. B. zur Wand) angebracht werden, um Wärmestau zu verhindern.

Nachfolgend wird gezeigt, wie der Wechselrichter an einem Modul befestigt wird. Für die Montage benötigst du folgendes Werkzeug:

  • Schraubenschlüssel – 10 mm
  • Schraubenschlüssel – 13 mm

Nutze für die Befestigung des Wechselrichters an einem Solarmodul die Wechselrichterhalterung(en) aus dem Zubehör-Set. Befestige zuerst die Halterung(en) am Rahmen des Moduls. Achte bei den Sets Yuma Flat und Yuma Front bei der Positionierung der Wechselrichterhalterung darauf, dass genügend Abstand zu den Montagelöchern des Moduls bleibt. Diese werden anschließend für die Modulhalterung genutzt.

Stelle die Halterung(en) auf die Rahmenbreite des Moduls ein und klemme sie, wie auf dem Bild zu sehen, fest. Ziehe die Schraube mit einem Schraubenschlüssel (10 mm) an. Die Nut der Wechselrichterhalterungen sollte an der Rückseite des Modulrahmens fest anliegen.

Jetzt kannst du den Wechselrichter befestigen. Lege dafür die Hammerkopfschraube in die Nut der Wechselrichterhalterung ein und platziere den Wechselrichter auf ihr. Setze die Unterlegscheibe und die Sechskantschraube auf und schraube den Wechselrichter mit einem Schraubenschlüssel (13 mm) fest.

Wechselrichterhalterung Vorderseite
Wechselrichterhalterung Vorderseite
Montierter Wechselrichter - Schrägansicht
Montierter Wechselrichter – Schrägansicht
Wechselrichterhalterung Rückseite
Wechselrichterhalterung Rückseite
Montierter Wechselrichter - Seitenansicht
Montierter Wechselrichter – Seitenansicht

6.2 Montage der Halterung

Nachfolgend wird gezeigt, wie die Halterung und das Modul verbunden werden und wie die Ballastierung erfolgt.

Verbindung der drei Bleche mit M6 Schrauben
1

Verbinde die Bleche miteinander. Die Schrauben nur so anziehen, dass sich die Bleche noch bewegen können.

2

Lege das Solarmodul auf einen weichen Untergrund und befestige die Halterung (A). Dann stellst du den gewünschten Anstellwinkel ein (C) und ziehst die 4 Schrauben fest an. Jetzt ziehst du die restlichen Schrauben (B) in einer Postition fest, in der die Halterung nicht unter Spannung steht.

Verbindung der drei Bleche mit M6 Schrauben
3

Schiebe die Gummistreifen rechts und links unter die Halterung.

Ballastierung der Halterung
4

Die Halterung muss je nach Windzone, Gebäudehöhe und Untergrund ballastiert werden. Dafür eignen sich insbesondere Gehwegplatten aus dem Baumarkt.

Karte der Windzonen in Deutschland

Ballastierung durchführen

Stehen die Module fertig montiert auf dem Untergrund, kannst du diese beschweren. Richte sie vorher unter Berücksichtigung unserer Tipps in Kapitel 4 – Grundlagen aus.

Für die Ballastierung eignen sich insbesondere Gehwegplatten, um die Module vor Verrutschen zu schützen. Wie viel Ballast angebracht werden soll, hängt von der Windzone, dem Reibungswiderstand des Untergrundes und anderen Faktoren ab.

Windzone feststellen

Schaue auf der Karte nach, in welcher der vier Windzonen sich dein Standort befindet.

Beschaffenheit des Untergrundes

Jeder Untergrund hat einen unterschiedlichen Reibungswiderstand. Je geringer dieser ist, desto höher muss die Ballastierung gewählt werden, um ein mögliches Verrutschen der Module zu verhindern.

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Bitte beachte, dass die Halterung nur für flache Untergründe mit maximal 5° Neigung geeignet ist.

Die Ballastierung muss an insgesamt vier Stellen erfolgen:
Vorne links und vorne rechts sowie hinten links und hinten rechts. Außerdem muss die Ballastierung auf beiden Seiten (links und rechts) gleich aufgeteilt werden. Verwende zur Ballastierung mindestens die in der nachfolgenden Tabelle angezeigten Gewichte. Beachte dabei bitte auch die Tragfähigkeit des Untergrunds. Im Baumarkt erhältliche Gehwegplatten mit den Maßen 30×30 cm eignen sich i. d. R. gut für die Beschwerung.

Beschwerung nach Gebäudehöhe und Windzonen:
Es gelten folgende Annahmen: Höhe über dem Meeresspiegel: 350 m Gebäudehöhe: 0–15 m Geländekategorie: IV (Stadtgebiet) mit min. 15 % Bebauung der Fläche und Gebäuden, deren mittlere Höhe 15 m überschreitet.

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Bitte beachte die individuellen Bedingungen bei dir vor Ort.

Empfohlener Abstand

Wenn du mehrere Flat-Sets hintereinander aufstellen möchtest, solltest du zwischen diesen einen Abstand lassen. So wird gewährleistet, dass sie sich nicht gegenseitig verschatten. Wir empfehlen dir einen Abstand von 2,20 m, gemessen von der Vorderkante des ersten Moduls bis zur Vorderkante des nächsten Moduls.

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Komponenten anschließen

Nach der Montage geht es jetzt darum, die elektrischen Komponenten miteinander zu verbinden. Wenn du die Funktionsfähigkeit deiner Anlage direkt nach dem Anschluss prüfen möchtest, suchst du dir für diesen Schritt am besten einen Zeitraum aus, an dem ausreichend Sonnenlicht auf deine Module treffen kann. Ansonsten erzeugen die Module nicht genug Strom, um den Wechselrichter zu starten.

Die in diesem Kapitel gezeigten Komponenten sollen die Verschaltung demonstrieren. Sie sind daher vereinfacht dargestellt und nicht zwingend maßstabsgetreu.

7.1 Module mit Wechselrichter verbinden

Nachfolgend erfährst du, wie du die elektrischen Komponenten deiner Anlage korrekt miteinander verbinden kannst.

Die Verbindung von Modul und Wechselrichter wird über den MC4-Anschluss hergestellt:

MC4-Anschluss
(DC – Gleichstrom)

MC4 Anschluss
Zur Verbindung deines Hausanschlusskabels mit dem Wechselrichter wird der Betteri-Anschluss verwendet:

Betteri-Anschluss
(AC – Wechselstrom)

Abgesehen von der Art der Stecker kannst du die Kabel auch über die Kabelstärke unterscheiden: Das MC4-Kabel ist dünner als das Betteri-Kabel.

Die folgenden Skizzen visualisieren die korrekte Verschaltung für verschiedene Sets

Bitte orientiere dich ausschließlich an dem Anschlussplan, der zu dem Set passt, das du von uns erhalten hast. Möchtest du die Module in Verbindung mit einem Stromspeicher installieren, so beachte zusätzlich die Bedienungsanleitung des Speichers.

Die Reihenfolge, wie du die dargestellten Kabel miteinander verbindest, spielt keine Rolle. Wichtig ist aber, dass du den Wechselrichter noch nicht mit deiner Steckdose verbindest.

Für den Fall, dass die Module weiter voneinander entfernt installiert wurden, kannst du die beiliegenden MC4-Verlängerungskabel (Solarkabel) verwenden.

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Wichtig beim Zusammenstecken der Stecker ist, dass sie korrekt einrasten und dabei ein Klickgeräusch hörbar ist. Andernfalls kann u. a. Wasser eintreten und die Funktionalität beeinträchtigt werden.

Anschlussplan: 1 Modul + 1 Wechselrichter

Anschlussplan 1 Modul

Anschlussplan: 2 Module + 1 Wechselrichter

Anschlussplan 2 Module

Anschlussplan: 3 Module + 1 Wechselrichter

Anschlussplan 3 Module

Anschlussplan: 4 Module + 1 Wechselrichter

Anschlussplan 4 Module
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Nachdem du die Kabel verbunden hast, kannst du die beiliegenden Kabelbinder verwenden, um die Solarkabel an den Modulen zu fixieren. So werden sie vor Witterung geschützt und Stolperfallen vermieden.

7.2 Wechselrichter mit Stromnetz verbinden

Jetzt wird die Solaranlage mit der Steckdose verbunden: Bitte stelle sicher, dass du die vorherigen Schritte gemäß dieser Anleitung durchgeführt und unsere Sicherheitshinweise beachtet hast.

Optional: Stecke ein Strommessgerät in deine Steckdose.

1: Schalte die Sicherung deiner Steckdose aus und überprüfe,
ob die Steckdose wirklich stromlos ist (z. B. mit einem Handyladegerät).

2: Verbinde das Hausanschlusskabel mit dem Wechselrichter.

3: Führe das Hausanschlusskabel zu deiner Steckdose.

4: Stecke das Hausanschlusskabel in deine Steckdose.

5: Schalte die Sicherung deiner Steckdose wieder ein.

7.3 Fehlerbehebung Wechselrichter

LED-Statusanzeige
Sobald der Wechselrichter mit dem Solarmodul und dem Hausnetz verbunden ist, dauert es ca. 2–5 Minuten, bis die Einspeisung ins Hausnetz beginnt. In dieser Zeit blinkt die Leuchte des Wechselrichters rot.

Sobald die Leuchte am Wechselrichter grün blinkt, speist die Anlage Strom ins Hausnetz ein. Blinkt der Wechselrichter länger als 15 Minuten rot, deutet das auf einen Fehler im Startvorgang hin.

Wechselrichter-Lampe blinkt rot oder gar nicht
Wenn der Fall eintritt, dass der Wechselrichter rot blinkt oder kein Lichtsignal zu erkennen ist, führe bitte den im Folgenden beschriebenen Test durch:

1. Der Test sollte unter sonnigen Bedingungen in der Mittagszeit durchgeführt werden, nicht bei zu starker Bewölkung oder in der Morgen- oder Abenddämmerung. Der Wechselrichter benötigt eine Startspannung von 22 Volt. Die Solarmodule sollten unverschattet im Freien in die Sonne gestellt werden (nicht hinter Glas).

2. Stelle sicher, dass der Wechselrichter mit einem funktionierenden Stromnetz verbunden ist. Erst wenn die Anlage in die Steckdose eingesteckt ist und der Wechselrichter sich mit dem Netz synchronisiert (Dauer: bis zu 15 Min., in der Regel 1–2 Min.), blinkt die LED grün.

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Bitte achte beim Verlegen der Kabel darauf, dass keine Stolperfallen entstehen und die Kabel nicht dauerhaft Wasser ausgesetzt sind.

3. Teste hierzu vorab die Funktionsfähigkeit der Steckdose, indem du z. B. ein Handy per Ladekabel an dieser Steckdose auflädst oder eine Stehlampe anschließt und sie ein- und ausschaltest. Dies ist nur bei einer herkömmlichen Steckdose (Schuko) möglich.

4. Trenne die Anlage vom Stromnetz. Dann trenne alle MC4-Stecker (Modulstecker) vom Wechselrichter und stecke sie erneut ein. Die Kabel sollten durch ein Klicken hörbar einrasten.
Wichtig: Die Module müssen gemäß dem Anschlussplan in der Montageanleitung angeschlossen werden – jedes Modul in einen separaten Eingang, nicht ein Modul in zwei Eingänge.

5. Falls ein Strommessgerät verwendet wird, teste die Funktionsfähigkeit des Wechselrichters erst einmal ohne das Gerät und siehe nach, ob die LED grün blinkt. Einige der Energiemessgeräte sind auch smarte Steckdosen, die separat ein- und ausgeschaltet werden können. Viele Strommesser sind nach der Einrichtung offline oder ausgeschaltet und müssen zunächst in der zugehörigen App oder per Knopf am Gerät manuell eingeschaltet werden. Stelle sicher, dass das Strommessgerät online/ eingeschaltet ist.

6. Sollte der Wechselrichter immer noch nicht funktionieren, teste die Stecker-Solaranlage nach Möglichkeit an einer anderen Leitung (Phase) oder optional am Hausnetz eines Nachbarn.

7. Handelt es sich in deinem Fall um ein veraltetes Hausnetz mit klassischem Nullleiter (Steckdose hat keinen Schutzleiter), kann nicht garantiert werden, dass der Wechselrichter funktioniert. Unter Umständen muss ein Elektriker eine neue Leitung legen.

8. Nimm die Anlage für mindestens 3-4 Stunden vom Strom. Womöglich befindet sich der Wechselrichter im Notlauf, sodass eine Zurücksetzung erforderlich ist.

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Bitte kontaktiere unseren Kundenservice, sollte keine der Maßnahmen zum Erfolg geführt haben.

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Sicherheit

Prüfung von Leitungen und Sicherungen

Bevor du deine Yuma-Solaranlage in Betrieb nimmst, überprüfe, welcher der beiden folgenden Fälle auf deine Hausinstallation zutrifft:

  • Sicherungsautomaten
    In Deutschland können in diesem Fall pro Haushalt maximal 3,5 Ampere (800 Watt) Solaranlagenleistung angeschlossen werden. Du musst nichts weiter tun und kannst deine Mini-Solaranlage in Betrieb nehmen.
  • Schraubsicherungen
    Die Schraubsicherung (16 Ampere) muss gegen die nächstkleinere Sicherung getauscht werden. Beachte für die Ermittlung der zutreffenden Hausinstallation bitte die Angaben zur Ermittlung der Leitungsreserve.
  • Ermittlung der Leistungsreserve
    Das PI Photovoltaik-Institut Berlin hat in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) in einer Untersuchung herausgearbeitet, dass es in jedem Haushalt mit Sicherungsautomaten ohne Bedenken möglich ist, bis zu 2,6 Ampere (ca. 630 Watt, entspricht zwei Standard-Solarmodulen) mit Stecker-Solargeräten einzuspeisen, ohne dass Änderungen an der Hauselektrik vorgenommen werden müssen.

Es kann jedoch zu einer Abweichung von der gültigen Norm für die Leitungsbelastung kommen. Nachfolgend erfährst du, wie du die Anforderungen der Norm einhalten und deine Leitung prüfen kannst:

Wenn Stecker-Solaranlagen in den vorhandenen Stromkreis einspeisen, kann es auf einzelnen Kabelabschnitten dazu kommen, dass die Strombelastung über die ausgelegte Normgröße hinausgeht.

Um eine Überlastung der Leitungen im Haushalt zu verhindern, sind diese über einen Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) abgesichert. Dieser schaltet automatisch ab, sobald es zu einer Überlastung kommt. In der Regel sind mehrere Steckdosen und Verbraucher über einen gemeinsamen Leitungsschutz abgesichert. Durch die zusätzliche Leistung der Solaranlage können sich jetzt die Ströme aus dem öffentlichen Stromnetz und der Mini-Solaranlage addieren. Die Ströme werden jedoch nicht durch den Leitungsschutzschalter erfasst, sodass es theoretisch zu einer Überlastung kommen kann. Ob die vorhandene Leitung mit deinem Leitungsschutzschalter ausreichend dimensioniert ist, kannst du mit folgender Formel bestimmen:

Iz = In + Ig

Iz gibt die Strombelastbarkeit der Leitung an, welche größer als die Summe des Bemessungsstroms der Schutzeinrichtung (Leitungsschutzschalter in Ampere) und der Stromerzeugungsanlage (Leistung in Ampere) sein sollte.

Sowohl Iz und Ig können der auf der folgenden Seite aufgeführten Tabelle für den zugehörigen beispielhaften Anwendungsfall entnommen werden.

Iz = zulässige Strombelastbarkeit der Leitung

In = Bemessungsstrom der Schutzeinrichtung (Leitungsschutzschalter)

Ig = Bemessungsstrom der Stromerzeugungsanlage

Belastbarkeit von Kupferleitungen*

Verlegeart In wärme­gedämmten Wänden In Elektro­installationsrohren In Wänden In Luft
Strombelastbarkeit Iz der Leiter des Stromkreises Iz = 16,5 A Iz = 17,5 A Iz = 21 A Iz = 23 A
Maximaler Bemessungsstrom Ig der Stromerzeugungsanlage mit 16 A Leitungsschutzschalter Ig = 0,5 A Ig = 1,5 A Ig = 5 A Ig = 7 A
Maximaler Bemessungsstrom Ig der Stromerzeugungsanlage mit 13 A Leitungsschutzschalter Ig = 3,5 A Ig = 4,5 A Ig = 8 A Ig = 10 A

* Das Beispiel aus der Tabelle beruht auf zwei belasteten Kupferleitungen mit einem Nennquerschnitt von 1,5 mm², was die Leitungsstärke in einem typischen deutschen Haushalt widerspiegelt. Bei größerem Querschnitt oder einem anderen Leitungstyp ist die zulässige Strombelastbarkeit abweichend, sodass diese separat, entsprechend der DIN VDE 0298-4 zu betrachten ist.

Yuma Solaranlage Maximaler Strom / Maximale Leistung
1 Modul z. B. 1,7 A / 400 W bei einem 400-Watt-Wechselrichter
2–4 Module z. B. 3,5 Ampere / 800 W bei einem 800-Watt-Wechselrichter*

* Stand Mai 2024

Handelt es sich um eine Kupferleitung mit einem Aderquerschnitt von 3 × 1,5 mm, dann ist die Leitung für eine Dauerbelastung von 16,5 A (in wärmegedämmten Wänden bei 25 °C) ausgelegt. Die freie Kapazität ergibt sich aus der Differenz der Leitung mit 16,5 A, abzüglich des Leitungsschutzschalters mit 16 A. Die freie Kapazität beträgt demnach in wärmegedämmten Wänden 0,5 A. Übersteigt die Solarleistung die Stromstärke von 0,5 A, dann sollte der Leitungsschutzschalter gegen einen kleineren ausgetauscht werden, um die Anforderungen der Norm DIN VDE 2948-4 einzuhalten.

Durch einen Tausch der Absicherung gegen eine kleinere 13-A-Absicherung können nun noch 13 A aus dem Stromnetz bezogen werden, sodass sich freie Kapazitäten für die Stromleitung mit der Differenz von 3,5 A ergeben. Die Leistung der Mini-Solaranlage könnte demnach bis zu 805 W betragen.

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Bitte beachte die Vorgaben zur zulässigen Gesamtleistung. Informationen dazu findest du im Kapitel 2. Eine Überschreitung der zulässigen Gesamtleistung kann unter Umständen zu einem Kabelbrand führen.

Stromzähler

Du kannst dein Balkonkraftwerk direkt anschließen und in Betrieb nehmen. Es spielt keine Rolle mehr, welchen Stromzähler du hast. In der Vergangenheit war für die Nutzung eines Balkonkraftwerks ein Zweirichtungszähler (digitaler Stromzähler) verpflichtend. Analoge, rückwärts laufende Stromzähler (sog. Ferraris-Zähler) mussten vor der Inbetriebnahme ausgetauscht werden.

Ferraris-Zähler erlaubt
Mit Inkrafttreten des Solarpaket I der Bundesregierung (16. Mai 2024) hat sich diese Regelung geändert. Alte analoge Zähler werden übergangsweise erlaubt, bis der Messstellenbetreiber (häufig Netzbetreiber) ihn durch eine moderne Variante ersetzt. Alle Ferraris-Zähler sollen bis spätestens 2032 durch Zweirichtungszähler ersetzt werden.

Entsorgung

Zum Wohle der Umwelt dürfen die Geräte am Ende ihrer Lebensdauer nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden.
Die Entsorgung kann über entsprechende Sammel- stellen erfolgen. Entsorge die Geräte bitte gemäß der Richtlinie 2012/19/EU über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE-Richtlinie: Waste of Electrical and Electronic Equipment).

Mülltonne

Bei Rückfragen wende dich an uns oder an die für die Entsorgung zuständige kommunale Behörde.

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Letzter Schritt: Die Anmeldung

Nach der Inbetriebnahme sollte die Anlage im Marktstammdatenregister für den deutschen Strom- und Gasmarkt angemeldet werden. In diesem Register sind alle erneuerbaren Energieanlagen in Deutschland gelistet. Dies gibt den Behörden einen Überblick über die aktuell installierte Leistung aller erneuerbaren Energieanlagen. Durch die Eintragung leistet auch deine Stecker-Solaranlage ganz offiziell einen Beitrag zur Energiewende.

Marktstammdatenregister

Die Eintragung in das Marktstammdatenregister erfolgt online und besteht im Wesentlichen aus den folgenden Schritten: Die Anmeldung im Register ist kostenfrei und dauert etwa 15 Minuten. Unter folgendem Link kannst du dich anmelden:

  • Erstellung eines Benutzerkontos
  • Registrierung als Anlagenbetreiber
  • Registrierung der Stecker-Solaranlage

Im Verlauf der Anmeldung musst du die Leistung der Module und die des Wechselrichters angeben. Die gefragten Werte - also die Nennleistung - findest du auf Typenschildern, Datenblättern oder in der Produktbeschreibung auf unserer Webseite. Bei bifazialen Modulen gibst du nur die Leistung der Vorderseite an.

Die Anmeldung im Register ist kostenfrei und dauert etwa 15 Minuten.
Unter diesem Link kannst du dich anmelden.

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Du findest bei uns und auf gängigen Videoplattformen Anleitungen, welche dich bei der Anmeldung unterstützen.

Folgende Fragen und Antworten helfen dir beim Ausfüllen:

  • Gilt für die Solaranlage eine Leistungsbegrenzung?Antwort: Nein
  • Volleinspeisung oder Teileinspeisung?Antwort: Teileinspeisung
  • Kann die Stromerzeugungseinheit vom Netzbetreiber ferngesteuert werden?Antwort: Nein
  • SpannungsebeneAntwort: Niederspannung (= Hausanschluss / Haushaltsstrom)
  • Vom Netzbetreiber vergebene Identifikationsnummer für die EinheitAntwort: Nicht vorhanden
  • EEG-AnlagenschlüsselAntwort: Nicht vorhanden
  • Anlagenkennziffer aus dem AnlagenregisterAntwort: Nicht vorhanden
  • Sollen, wurden oder werden für den in der Solaranlage erzeugten Strom Zahlungen des Netzbetreibers in Anspruch genommen?Antwort: Nein
  • Wurde für die Solaranlage ein Zuschlag in einer Ausschreibung erlangt?Antwort: Nein
  • Wurde die Solaranlage der Veräußerungsform des Mieterstromzuschlags zugeordnet und sind die Voraussetzungen von § 21 Absatz 3 EEG erfüllt?Antwort: Nein
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Anmeldepflicht beim Netzbetreiber entfällt:
Mit Inkrafttreten des Solarpaket I im Mai 2024 entfällt die Pflicht, ein Balkonkraftwerk beim Netzbetreiber anzumelden.